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BR-Klassik Medienpartner

203. Eleven-Eleven Matinee

am Sonntag, 04. Dezember 2022, 11:11 Uhr

Oxana Shevchenko (Klavier),
Sofya Gandilyan (Cembalo)

GEGENÜBERSTELLUNGEN – Ein Konzert zum Doppeljubiläum von Bachs Wohltemperierten Clavier und Hindemiths „Ludus Tonalis“

Mit diesem Konzertprojekt erkunden Sofya Gandilyan (Cembalo) und Oxana Shevchenko (Klavier) die Fugenkünste zweier großer deutscher Komponisten, für die die Musiktradition der Polyphonie eine besonders wichtige Rolle spielte. Direkt gegenübergestellt wird die jeweilige Klangsprache und Klangcharakteristik der Komponisten mit den entsprechenden Instrumenten. Klavier und Cembalo Seite an Seite, gespielt von zwei außergewöhnlichen Musikerinnen. So entspinnt sich ein Wettbewerb und eine gegenseitige Beeinflussung zwischen den Präludien und Fugen aus dem „wohltemperierten Clavier“ und Stücken aus „Ludus Tonalis“ von Hindemith. Überaus spannend und welch glückliche Fügung dieses Doppeljubiläum von 300 und 80 Jahren dieses Konzertprogramm entstehen ließ.

Oxana Shevchenko Pianistin und Sofya Gandilyan, Cembalo

Oxana Shevchenko ist eine Pianistin, die internationale Anerkennung gefunden hat für ihre hervorragende Künstlerschaft, ihre Sensibilität und die Breite ihres Repertoires. Sie ist als Solistin wie auch als Kammermusikerin gleichermaßen gefragt. 2010 hat Oxana Shevchenko den ersten Preis an der Scottish International Piano Competition gewonnen. Unmittelbar nach diesem phänomenalen Erfolg entstand in Zusammenarbeit mit Delphian Records Oxana Shevchenkos Debut-Aufnahme, veröffentlicht 2011.
Die Pianistin arbeitete mit Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Martyn Brabbins, Ronald Corp, Pascal Verrot, Koji Kawamoto, Rumon Gamba, Emmanuel Siffert, Andrei Feher and Gabriel Bebeselea. Als begeisterte Kammermusikerin hat Oxana Shevchenko mit Ensembles wie dem Kopelman Quartet und dem Brodsky Quartet zusammengearbeitet, sowie mit Musikern wie Ray Chen, Narek Hakhnazaryan, Alena Baeva und Christoph Croisé. Anstehende Konzertauftritte von Oxana Shevchenko umfassen Länder und Kontinente wie Nord- und Südamerika, China, sowie Konzertsäle in Russland, Italien, Türkei und das Vereinigte Königreich. Zur Website

Die aus Russland stammende Sofya Gandilyan ist Cembalistin, Hammerklavierspielerin und Musikwissenschaftlerin. Sofya ist Preisträgerin des 2.Preises des ältesten Alte Musik Wettbewerbs „Musica Antiqua“ (2015) in Brügge und des Sonderpreises der Jury beim Cembalo-Wettbewerb „Prager Frühling“ (2012). Außerdem wurden ihr mehrere Stipendien vergeben, u.a. des DAAD-Preises (Deutschland), das Stipendium der Österreichischen Barock-Akademie, das Schostakowitsch-Stipendium (Russland).
Im Jahr 2012 erwarb Sofya mit der Doktorarbeit „J. J. Froberger und seine Claviermusik“ einen Doktortitel an dem Moskauer Staatlichen P.I. Tschaikowski-Konservatorium. Zurzeit unterrichtet Sofya an der Hochschule für Musik und Theater München. Seit 2014 ist Sofya Cembalistin und Organistin bei der Breakdance Show „Flying Bach“. Sie hat ein großes Repertoire von Frescobaldi bis Martinu und Nyman auf den Bühnen von Deutschland, Europa, USA, Brasilien und China gespielt. Zur Website

PROGRAMM

zum Programm-PDF

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Präludien und Fugen aus: Das Wohltemperierte Clavier (1722)
Paul Hindemith (1895-1963)
Ludus tonalis

Präludium und Fuge C-Dur BWV 846, B. I

Präludium, Fuga in C und Interludium

Präludium und Fuge G-Dur BWV 884, B. II Fuga in G und Interludium (Pastorale)
Präludium und Fuge g-moll BWV 861, B. I Fuga in Es und Interludium (March)
Präludium und Fuge As-Dur BWV 862, B. I Fuga in As und Interludium
Präludium und Fuge d-moll BWV 851, B. I Fuga in D und Interludium
Präludium und Fuge B-Dur BWV 890, B. I Fuga in B und Interludium
Präludium und Fuge H-Dur BWV 892, B. II Fuga in H und Interludium (Valse)
Präludium und Fuge Cis-Dur BWV 848, B. I Fuga in Fis und Postludium

Aktuell

206. Eleven-Eleven Matinee
Sonntag, 19. Feb 2023, 11:11 Uhr

AGONIE DER HOFFNUNG

Caesar Yuwono – Klavier
Werke von Mozart, Chopin und Brahms

Die gewaltige fis-Moll-Sonate hat beide Robert und Clara Schumann gleich beim ersten Hören tief bewegt. Die beiden Ecksätze illustrieren Schumanns Bonmot von den „verschleierten Sinfonien“, durch das Andante zieht sich „Lieder, deren Poesie man, ohne die Worte zu kennen, verstehen würde, obwohl eine tiefe Gesangmelodie sich durch alle hindurchzieht“, und das Scherzo ist eines jener „Klavierstücke dämonischer Natur“, die Schumann erwähnte. So enthält diese Sonate alle Charakterzüge des frühen Brahms. Brahms stützte den 2. Satz auf das folgende Gedicht:

Mir ist leide, daß der Winter beide Wald und auch die Heide Hat gemachet kahl, Sein Bezwingen Läßt nicht Blumen [entspringen]1 Noch die Vöglein singen [Ihren]2 viel süssen Schall. Also verderbet mich ein selig Weib, Läßt mich matt Ohne Rath Den sie hat Des zergaht An Freuden gar mein Leib. ( ….)

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Vorschau

207. Eleven-Eleven Matinee
Sonntag, 19. Mär 2023, 11:11 Uhr

IN MEMORIAM

MARKUS ZAHNHAUSEN
Komponist und Blockflötist (*12.3.1965, †17.4.2022) Ein Gedenkkonzert mit seinen Werken und Kompositionen von ihm hochgeschätzter Komponistenkollegen interpretiert von seinen Freunden und Kollegen, zum Abschied nehmen und Erinnern.

Markus Bartholomée, Simon Borutzki, Tatiana Flickinger, Philipp von Morgen, Andreas Skouras, Sven Schwannberger, Andreas Skouras u.v.a.

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Vorschau 2023

11-11-Matineen 2023 (PDF)

(Stand Januar 2023)