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239. Eleven-Eleven Matinee

am Sonntag, 22. Februar 2026, 11:11 Uhr

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Bekannte und unbekannte Miniaturen der Klaviermusik
Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Fryderyk Chopin, Edvard Grieg, u.a.

VARVARA MANUKYAN – Klavier

Varvara Manukyan, Musikerin, KlavierVarvara Manukyan ist eine Musikerin von besonderem Format : Im Zentrum Ihres Interesses liegt es, sich persönlich beim Spiel der historischen Tasteninstrumente und des modernen Klaviers soweit wie möglich zurückzunehmen und dem Komponisten und der vorzutragenden Komposition soviel Raum zur Entfaltung wie möglich zu geben. Ihre große innere Ruhe und ihre Demut gegenüber dem vorgegebenem Kunstwerk und dem Komponisten befähigt sie zu außergewöhnlichen Interpretationen. Sie beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit historischer Aufführungspraxis und versucht, für Konzerte Instrumente wie Hammerklaviere und Cembali zu finden, die aus der Zeit der Komposition stammen oder ihnen nachgebaut sind. Ihr Repertoire reicht von den frühesten Zeugnissen für Tasteninstrumente aus dem 16. Jahrhundert bis zur zeitgenössischen Musik.

In der Klaviermusik war spätestens um 1830 ein moderner Trend zu beobachten: Man schwärmte nun von poetischen Gedanken, und das „Lyrische Klavierstück“ überschwemmte sintflutartig die Klavierpulte in ganz Europa. Hier huschten Elfen und Teufel, Harlekine und Traumreisende, Operngestalten und Märchenfiguren in Fantasiebildern, Potpourris oder Impromptus durch die Salons und Wohnräume, dort begeisterten Klaviertänze oder Lieder ohne Worte die erwachten Gefühlswelten. Als ein Wegbereiter dieser Modeform führte Edvard Grieg in nordischen Tonbildern seine „Lyrischen Stücke“ zum Erfolg. In seinem „Zug der Zwerge“ ahnt man die norwegischen Trolle vorüberziehen! Varvara Manukyan wird Bekanntes und Unbekanntes aus Miniaturen, den „Zwergen“ der Klavierliteratur.

Varvara Manukyan erhielt Ihre breit gefächerte Ausbildung als Pianistin und Cembalistin anfänglich in Yerevan,später am renommierten Moskauer Tschaikovsky Konservatorium bei Olga Martynova und an der Hochschule für Musik und Theater München, wobei sie sämtliche Abschlüsse wie auch das Meisterklassenstudium bei Christine Schornsheim mit Auszeichnung absolvierte. Mit einigen Meistern der alten Musikszene wie Ton Koopman, Christopher Stembridge, Davitt Moroney, Andreas Staier, Trevor Pinnock und Bart van Oort vervollkommnete sie ihr Spiel. In zahlreichen Konzerten als Solistin und als Kammermusikerin, die sie durch Europa und Asien führten, wurden ihre auβergewöhnlichen Interpretationen hoch gelobt, so B. Trebuch im Rahmen des renommierten „Resonanzen“ Festivals im Wiener Konzerthaus 2010: „Wie der Pianist in Tornatores Film „Novecento-La leggenda del pianista sull'oceano“, so hat auch diese junge Cembalistin ihr Instrument voll im Griff und entflammt die Gemüter“.Ihre Auftritte bei den,,Olchinger BarockNächten“ wurden vom Initiator M.Schopper mit folgenden Worten beschrieben: „Diese Ruhe, ein seltener Weitblick, überlegene Virtuosität, Poesie erinnern an die Cembalo-Legende Wanda Landowska. Eine besondere Aura, ein Geheimnis ist da fühlbar, das auch die Manukyan kennzeichnet, fast ein „deja vue“.

PROGRAMM

239. Matinee als PDF

Carl Czerny (1791–1857)
Aus: „Album Élégant des Dames Pianistes“ op. 804 Heft 2 (1850)
Nr. 13 Eugenie Des-Dur, Nr. 14 Serena As-Dur, Nr. 16 Feodora a-moll

Edvard Grieg (1843–1907)
Alfedans (Elfentanz) aus „Lyrische Stücke“ (Buch 1) op. 12 Nr. 4
Sommerfugl (Schmetterling) aus „Lyrische Stücke“ (Buch 3) op. 43 Nr. 1
Trolltog (Zug der Zwerge) aus „Lyrische Stücke“ (Buch 5) op. 54 Nr. 3

Ignaz Moscheles (1794–1870)
Moscheles Fuenf Praeludien aus:
„Fünfzig Praeludien in den verschiedenen Dur- und Molltonarten“ op.73 (1827)
C Dur, A Dur, g moll, D Dur, A Dur

Tekla Bądarzewska-Baranowska (1834–1861)
La priere d‘une vierge (Das Gebet einer Jungfrau) Es-Dur (annonciert 1851; veröff. 1856)

Emilie Mayer (1812–1883)
Aus: „Salonstücke“ (Stettin 1871)
Ungaraise B Dur op.31, Valse C-Dur op.32

Fryderyk Chopin (1810–1849)
Vier Mazurken op. 30 (komp. 1836/37; veröff. 1837/38)
Nr. 1 Allegretto non tanto c-Moll, Nr. 2 Vivace h-Moll,
Nr. 3 Allegro non troppo Des-Dur, Nr. 4 Allegretto cis-Moll

Karol Mikuli (1819–1897)
Deux Nocturnes op.19
Nr. 1 a moll, Nr. 2 fis moll

Clara Schumann (1819-1896)
Impromtu E Dur für Klavier (um 1844, Erstdrück Paris 1885)

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Aus: „Sechs Lieder ohne Worte“ Heft 7, op. 85, MWV SD 46 (1834–1845, erschienen 1850/51)
Nr. 1 Andante espressivo F Dur, MWV U 189 (komp. vor 1844)
Nr. 2 Allegro agitato a moll, MWV U 101 (komp. 1834)

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240. Eleven-Eleven Matinee
Sonntag, 15. Mär 2026, 11:11 Uhr

MINGUET QUARTETT
Streichquartette von Wolfgang Amadeus Mozart KV 421 und Felix Mendelssohn Bartholdy op. 80

ULRICH ISFORT – 1.Violine
ANNETTE REISINGER – 2.Violine
AIDA-CARMEN SOANEA – Viola
MATTHIAS DIENER – Violoncello

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Vorschau 2026

11-11-Matineen 2026, 1. HJ (PDF)

(Stand Dezember 2025)